Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts das Ermittlungsverfahren gegen Raphael Schäfer vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg eingestellt.

Dazu äußert Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses: “Eine nachträgliche Bestrafung von Raphael Schäfer wäre nur dann in Betracht gekommen, wenn ihm ein krass sportwidriges Verhalten hätte angelastet werden können. Dieser Nachweis ist nach Auswertung der Aussagen von Herrn Schäfer und den gehörten Zeugen sowie den vorliegenden Lichtbildern nicht hinreichend sicher zu führen.”

Raphael Schäfer hatte nach dem Nürnberger Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin am 13. März zunächst unter Verdacht gestanden, nach Spielschluss möglicherweise krass unsportliche Gesten gegenüber den gegnerischen Fans getätigt zu haben, weshalb der DFB-Kontrollausschuss ermittelte.

Die Erleichterung nach dem 2:0 gegen den FC Augsburg war den Spielern und Verantwortlichen von Werder Bremen deutlich anzusehen. Die Anspannung vor der Partie war groß. Pokalfieber, wie es nach Abpfiff auf den flugs angezogenen Gewinner-Shirts stand, herrschte schon Tage zuvor in der Hansestadt. Aber es hat wieder gereicht. Die “Grün-Weißen” stehen zum zehnten Mal im DFB-Pokalfinale.

“Das war eine schwere Aufgabe. Man kann man sich eigentlich nur blamieren, wenn man zuhause gegen einen Zweitligisten spielt und dann vielleicht noch verliert”, sagte Geschäftsführer Klaus Allofs.

Das internationale Gechäft winkt

Die Freude über den Erfolg war umso größer, da die Bremer in Berlin nicht nur ihren Titel verteidigen können, sondern sich mit dem Sieg wahrscheinlich auch noch fürs europäische Geschäft qualifiziert haben. Da den möglichen Endspielgegnern Schalke 04 und der FC Bayern die Qualifikation zur Champions League wohl nicht mehr zu nehmen ist, wäre der unterlegene Pokalfinalist automatisch für die Europa League qualifiziert.

“Wir freuen uns über beides, auch wenn die Europa League damit noch nicht ganz sicher ist, so ist es doch eine schöne Option”, erklärte Allofs, fügte aber an: “Wir wollen uns auch über die Bundesliga qualifizieren und dort weiter punkten. Und dann schauen wir mal, was noch daraus wird.”

Was noch daraus wird? Allofs hat bei acht Punkten Rückstand auf Bayer Leverkusen auf Rang 3 die “Königsklasse” noch nicht abgeschrieben. Auch die Spieler scheinen noch große Ziele zu haben.

Champions League? “Schwer, aber nicht unmöglich”

“Wir müssen uns jetzt wieder auf die Bundesliga konzentrieren, denn da können wir uns noch für die Champions League qualifizieren. Das wird zwar schwer, aber es nicht unmöglich”, erläuterte Torjäger Claudio Pizarro, der gegen Augsburg mit seinem Treffer kurz vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.

Ganz so forsch wollte Allofs nicht an die Sache rangehen. Er ist froh, dass seinen Bremern am vergangenen Spieltag erstmals wieder der Sprung unter die Top 5 gelungen ist. “Der erste Schritt war es, auf den 5. Platz zu kommen. Jetzt gucken wir, ob wir uns auf Platz 4 schieben können. Und dann schauen wir mal, wie viel Spiele wir noch übrig haben”, sagte Allofs.

Bei aller Euphorie waren sich die Bremer aber bewusst, dass gegen den FCA nicht alles so rosig war. “Nach dem 1:0 haben wir balla balla gespielt. Der Sieg muss viel früher feststehen”, monierte Pizarro. “Wir sind nach dem 1:0 etwas zu nachlässig geworden. Da haben wir Augsburg ins Spiel zurück geholt”, analysierte Frings.

“Vielleicht geht noch was”

Torwart Tim Wiese konnte sich auch nicht vollends darüber freuen, dass Werder vor heimischem Publikum zum ersten Mal seit der Europa-League-Partie im November gegen Austria Wien wieder ohne Gegentor blieb: “Wir hatten heute wieder einige Nachlässigkeiten dabei.”

Und auch im Hinblick auf die “Königsklasse” sah Wiese erst einmal schwarz. “Die Champions League ist zu weit weg”, sagte er, überlegte kurz und fügte dann an: “Na gut, vielleicht geht doch noch was.”

Aus Bremen berichtet Michael Reis

Schalke 04 hat den Patzer von Bayern München nicht genutzt und den Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga verpasst.

In einem turbulenten Topduell beim Hamburger SV drehte das Team von Trainer Felix Magath durch Kevin Kuranyi (62.) und einen umstrittenen Foulelfmeter von Ivan Rakitic (68.) nach 0:1-Rückstand zwar zunächst das Spiel, musste sich nach einem späten Tor von Jonathan Pitroipa (77.) aber mit einem 2:2 (1: 0) zufrieden geben.

Van Nistelrooy mit der Führung

Die Schalker, die seit 52 Jahren auf ihren achten Meistertitel warten, liegen mit 55 Punkten einen Zähler hinter den Bayern. Der HSV, der durch Ruud van Nistelrooy (40.) mit 1:0 in Führung gegangen war, ließ seinerseits zwei Punkte im Kampf um den Europapokal-Einzug liegen.

Die erste Hälfte war von gegenseitigem Respekt geprägt. Beide Mannschaften wollten auf jeden Fall verhindern, dem Gegner ins offene Messer zu laufen und Konterchancen zuzulassen. Torgelegenheiten gab es zunächst nur nach Fehlern und Freistößen.

Torchancen zunächst Mangelware

Für die Hamburger kam in der 9. Minute Piotr Trochowski erstmals zum Schuss. Der Nationalspieler, der nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Jerome Boateng, Dennis Aogo und Eljero Elia eine Chance in der Anfangsformation erhielt, geriet bei seinem Schuss aber in Rücklage – kein Problem für Manuel Neuer.

Die erste große HSV-Chance hatte in der 14. Minute van Nistelrooy, der nach einem Freistoß akrobatisch den Ball knapp am Tor vorbeischoss. Auf der Gegenseite scheiterte Kevin Kuranyi nach Hamburger Ballverlusten im Aufbau zweimal am großartig klärenden Frank Rost.

Schalke in der 2. Hälfte agressiver

Anschließend wirkten die Gastgeber verunsichert. Sie verloren gegen die aggressiv pressenden Schalker zahlreiche Bälle im Spielaufbau und die Hintermannschaft wirkte ein ums andere Mal unsortiert. Die HSV-Führung kurz vor der Pause fiel deshalb überraschend. Einen Freistoß von Trochowski aus 18 Metern konnte Neuer nur nach vorne fausten und van Nistelrooy staubte mit seinem einmaligen Torjägerinstinkt gedankenschnell ab.

Nach dem Wechsel erhöhten die Gäste das Tempo, um den Ausgleich zu erzwingen. Reihenweise flogen die Flanken in den Hamburger Strafraum.

Rincon verhindert höheren Rückstand

Der Schalker Ausgleich fiel dann aus HSV-Sicht unglücklich, aber verdient. Kuranyi köpfte am langen rechten Pfosten eine Flanke ein, die Rozehnal unabsichtlich verlängert hatte, wodurch Rost nicht mehr an den Ball kam. Nach der Schalker Führung mobilisierten die Gastgeber, die erst am Donnerstag in der Europa League im Einsatz waren, die letzten Kräfte, waren bei ihren Ausgleichsbemühungen aber für Konter anfällig. So musste Tomas Rincon in der 74. Minute im Liegen mit dem Kopf gegen Edu das 1:3 verhindern.

Der VfB Stuttgart hat das Debakel von Barcelona weggesteckt und dank Doppel-Torschütze Ciprian Marica seine zarten Europacup-Träume am Leben erhalten. Drei Tage nach dem blamablen 0:4 im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei Barca bezwang die Mannschaft von Trainer Christian Gross den Abstiegskandidaten Hannover 96 mit 2:0 (1:0) und rückte zumindest vorübergehend etwas näher an Rang 5 heran.

Für 96 war der durchweg enttäuschende Auftritt dagegen nach zuletzt zwei Siegen ein böser Rückschlag im Abstiegskampf.

Marica schnürt “Doppelpack”

Matchwinner in einer guten Stuttgarter Mannschaft war Marica, der die Begegnung mit seinen Saisontreffern Nummer vier und fünf (36./54.) entschied. Gross erwies sich damit erneut als cleverer Stratege, hatte er den rumänischen Nationalspieler doch etwas überraschend anstelle von Cacau in die Startelf berufen.

In der Mercedes-Benz Arena zeigte sich der VfB gut erholt vom K.o. im Europapokal. Gross hatte das Spiel zuvor zum “Charaktertest” ausgerufen – und seine Elf war willens, diesen Test zu bestehen und die kleine Chance auf die Rückkehr auf die europäische Fußball-Bühne wahrzunehmen.

Der reiferen Spielanlage der Schwaben hatte 96 lange nur wenige Konter entgegenzusetzen, die jedoch allesamt im Nirgendwo vor dem Stuttgarter Tor versandeten.

VfB lässt Chancen liegen

Der VfB musste sich vorwerfen lassen, aus seiner Überlegenheit zu wenig Kapital zu schlagen. Ein Kopfball Maricas verfehlte ebenso sein Ziel wie zwei Versuche von Georg Niedermeier. Der Verteidiger vertrat den angeschlagenen Serdar Tasci, für den kranken Christian Träsch spielte Timo Gebhart im rechten Mittelfeld.

Es war jedoch die Personalie Marica, die den ersten Ertrag in Form der Führung brachte. Nach guter Vorarbeit von Alex Hleb, der sich auf der linken Seite durchgesetzt hatte und genau flankte, köpfte Marica aus fünf Metern ein – vorbei an vier 96-Verteidigern, die tatenlos Spalier standen.

Marica hatte drei Minuten später noch eine Riesengelegenheit, als er den Ball freistehend aus nicht einmal einem Meter Torentfernung an die Latte köpfte.

96 ohne Durchschlagskraft

96 hatte vor dem Seitenwechsel nur eine Gelegenheit, als sich Didier Ya Konan aus spitzem Winkel selbst anschoss und das leere Tor verfehlte.

Trainer Mirko Slomka, der die Kreativität der verletzten Stuttgarter Leihgabe Elson schmerzlich vermisste, reagierte nach der Pause und brachte mit Steven Cherundolo und Hanno Balitsch frische Kräfte – doch der VfB behielt die Oberhand.

Erneut Marica sorgte dann für die Vorentscheidung. Nach einem katastrophalen Querpass des 96-Verteidigers Christian Schulz vor dem eigenen Sechzehner nahm er den Ball auf, stürmte aufs Tor zu – und schloss eiskalt ab.

Celozzi verletzt

Der Ausfall von Verteidiger Stefano Celozzi, der sich eine Oberschenkelverletzung zuzog und einige Tage ausfällt, bremste Stuttgart auch nicht mehr.

96 verlor wenig später im angeschlagenen Arouna Kone den Top-Stürmer, Mike Hanke kam für ihn.

Mit einer B-Auswahl hat Werder Bremen im Kampf um einen Platz in der Europa League einen hart erkämpften Sieg gefeiert. Der deutsche Pokalsieger rang den VfL Bochum dank eines späten Tores von Joker Torsten Frings (81.) nach zweimaligem Rückstand mit 3:2 (0:1) nieder und blieb im achten Pflichtspiel in Folge nacheinander ohne Niederlage.
Den Führungstreffer für den VfL hatte Stanislav Sestak schon in der 14. Minute nach einem Missverständnis zwischen den Bremer Innenverteidigern Naldo und Sebastian Prödl erzielt. 13 Minuten nach dem Wiederanpfiff glich Claudio Pizarro mit einem sehenswerten Volleyschuss nach Flanke von Naldo aus.

Stark umgekrempelte Mannschaft

Zlatko Dedic brachte die Gäste in der 63. Minute erneut in Front, Marko Marin gelang der erneute Gleichstand (65.). Dann kam Frings, der drei Minuten zuvor erst das Spielfeld betreten hatte.

Zwei Tage nach dem Ausscheiden in der Europa League gegen den FC Valencia hatte Bremens Trainer Thomas Schaaf seine Mannschaft so extrem wie selten umgekrempelt. Mit Clemens Fritz, Mesut Özil, Frings, Per Mertesacker und Pizarro nahmen gleich fünf Stammspieler auf der Reservebank Platz. Offensichtlich wollte der Coach dieses Quintett für das Halbfinale im DFB-Pokal am Dienstag gegen den FC Augsburg schonen.

Fans fordern Pizarro

Doch dieser Schuss ging zunächst nach hinten los. Schon 120 Sekunden vor der Bochumer Führung hatte Dedic einen Fehlpass von Daniel Jensen aufgenommen und Wiese mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade gezwungen. Die Hanseaten erarbeiteten sich zwar in der ersten Halbzeit leichte Feldvorteile, doch es fehlte vorerst die Torgefährlichkeit. Lediglich Marin in der dritten und Naldo in der 20. Minute sorgten in der ersten Halbzeit mit Freistößen für Unruhe vor dem Bochumer Gehäuse.

Dass Schaaf seinem “zweiten Anzug” gegen die Westdeutschen eine Bewährungschance gab, zahlte sich in der ersten Halbzeit nicht aus. Schon nach 35 Minuten forderte das Publikum lautstark den Einsatz von Torjäger Pizarro.

Bochum agierte clever

Der Peruaner kam dann nach dem Seitenwechsel für Rosenberg, Özil ersetzte Jensen. Doch die erste Einschussmöglichkeit hatten erneut die Bochumer. Nach einem Freistoß verfehlte Christian Fuchs das Werder-Gehäuse in der 51. Minute knapp. Auch Philipp Bargfrede vergab vier Minuten später eine gute Chance.

Die Bochumer Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich hielt die Hanseaten lange konsequent vom eigenen Tor fern, setzte immer wieder entlastende Konter und war den Norddeutschen auch spielerisch ebenbürtig.

Klick, klick, klick – wie eine Maschinengewehrsalve hallten die Auslöser der Fotografen durch das Stadion Camp Nou. So eben waren die Spieler des VfB Stuttgarts beim Abschlusstraining vor dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona parallel zum Schriftzug und Vereinsmotto der Spanier getrabt. “Més que un club” – “Mehr als ein Verein” ist durch weißgefärbte Sitze in großen Lettern auf Höhe der Mittellinie kenntlich gemacht.

Christian Gross erreichte mit dem VfB durch ein 3:1 gegen Unirea Urziceni das Achtelfinale

Doch beim VfB scheint sich dafür keiner zu interessieren. Dass es vor gut 85.000 Zuschauern gegen den Titelverteidiger und derzeit wohl besten Club der Welt geht, merkt man den Schwaben gar nicht an. Dass sich Weltfußballer Lionel Messi in Topform befindet, nicht der Rede wert.

Gross fordert Effizienz

“Barcelona ist der beste Verein der Welt, trotzdem haben wir unsere Chance. Dafür müssen wir aber effizienter spielen als beim 1:1 in Stuttgart. Wir müssen aggressiv ins Spiel gehen, aber dabei trotzdem cool bleiben”, erklärte Stuttgarts Trainer Christian Gross auf der Pressekonferenz zum Spiel.

Gross lebt seinen Profis diese “Coolness” schon einmal vor. Vielleicht lag das daran, dass er dem großen Favoriten mit dem FC Basel in der vergangenen Saison schon ein 1:1 in dessen Stadion abgetrotzt hat. “Nein, das waren ganz andere Vorzeichen. Es war ein Gruppenspiel und wir waren auch schon so gut wie ausgeschieden”, stellte Gross klar.

Lehmann hat die Lacher auf seiner Seite

Auch Torwart Jens Lehmann zeigte sich im fast voll besetzten Presseraum des Camp Nou gewohnt entspannt – und mit seinem typischen Humor. Ob er vor dem vielleicht letzten Spiel auf europäischer Bühne total gelassen bleiben könnte, antwortete er mit einem klaren “Ja!”. Pause. Die Lacher hatte er auf seiner Seite.

Auf Nachfrage kam der Routinier dann aber ins Philosophieren: “Wenn ich an all das denken würde, woran ich denken könnte, dann wäre ich den ganzen Tag damit beschäftigt, an Dinge zu denken, die vielleicht nicht passieren. Das wäre sehr zeitaufwendig.”

Für Lehmann zählen momentan nur die 90 Minuten am Mittwochabend. “Natürlich ist das ein besonderes Spiel, aber das blende ich aus, da solche Gedanken nur ablenken würden. Wir sind hochkonzentriert und absolut fokussiert auf diese Partie”, sagte er.

“Über die Grenzen gehen”

Und wie ist dem großen FC Barcelona um Starspieler Messi denn nun beizukommen? “Ich erwarte von jedem einzelnen, dass er an seine Grenzen und darüber hinaus geht. Nur dann ist etwas möglich”, setzte Gross seine Spieler unter Druck.

Beim Abschlusstraining wirkten diese aber noch locker und gelöst. Gross schaute sich die Übungseinheit entspannt als stiller Beobachter an und überließ Co-Trainer Jens Keller die Regie auf dem Rasen des Camp Nou. Zumindest so lange, bis die Fotografen weg waren.

Aus Barcelona berichtet Michael Reis

Stefan Kießling hat seinen 2012 auslaufenden Vertrag beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen vorzeitig verlängert.

Der mit 16 Treffern derzeit beste Bundesliga-Torschütze setzte am Dienstag seine Unterschrift unter einen bis zum 30. Juni 2015 gültigen Kontrakt.

“Fühle mich sehr wohl”

“Ich fühle mich mit meiner Familie in Leverkusen sehr wohl und der Club hat auf lange Sicht ausgezeichnete Perspektiven. Deshalb gibt es für mich keinen Grund, irgendetwas zu ändern”, sagte Kießling.

Auch Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zeigte sich angetan von der getroffenen Vereinbarung: “Wir waren uns im Prinzip schon länger einig, jetzt haben wir auch die formalen Dinge erledigt. Es freut uns sehr, mit Stefan Kießling einen der besten deutschen Stürmer auch weiterhin in unseren Reihen zu haben.”

Kapitän Mark van Bommel bleibt dem FC Bayern München erhalten. Der Niederländer verlängerte seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2011.

“Es war mein Wunsch, um ein Jahr zu verlängern,” erklärte Mark van Bommel: “Ich möchte Erfolg mit dieser Mannschaft und Titel gewinnen. Das ist unser Ziel heuer und im nächsten Jahr. Wenn wir das erreichen, werden wir weiter sprechen.”

Großes Lob von Rummenigge

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern zeigte sich hocherfreut über die Vertragsverlängerung mit dem Mittelfeldspieler. “Wir sind sehr glücklich, dass wir uns mit Mark van Bommel rechtzeitig vor den nun entscheidenden Wochen verständigen und seinen Vertrag verlängern konnten”, sagte Rummenigge,

Der 32 Jahre alte Niederländer sei in den zurückliegenden Jahren und in den vergangenen Monaten ein Erfolgsgarant der Mannschaft gewesen, lobte Rummenigge weiter: “Darüberhinaus ist er ein sehr guter Kapitän und Repräsentant des FC Bayern München.”

Eintracht gegen den FC Schalke 04. Am Samstag (15:30 Uhr/live in Sky) kommt es für den in Gelsenkirchen geborenen Michael Skibbe zum Duell mit seinem Heimatklub. Hier verraten wir, was der Eintracht-Trainer bei der heutigen Pressekonferenz zu sagen hatte.

Nach seiner Verletzung steht hinter ihm noch ein Fragezeichen: Verteidiger Maik Franz

Herr Skibbe, sind die Nationalspieler gut von ihren Länderspielen zurückgekehrt?
Ja. Alle fühlen sich soweit gut. Die einen freuen sich über Erfolgserlebnisse, die anderen ärgern sich über Niederlagen. Aber bis auf einige wenige normale Spiel-Blessuren, sind alle gesund geblieben.

Wie sieht es bei Maik Franz aus?
Er wurde gestern noch mal untersucht. Seine Blutwerte sind in Ordnung. Das heißt aber nicht, dass er spielen wird. Er ist einsatzfähig. Alles weitere sehen wir in den beiden letzten Einheiten heute und morgen Nachmittag.

Also alle Mann an Bord?
Bis auf die Langzeitverletzten sind wir nahezu komplett und freuen uns, dass wir die Chance haben zu zeigen, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft bestehen können.

Ist auch Martin Fenin dabei?
Ich werde noch mit ihm sprechen. Wenn er sich gut fühlt, hätte ich gerne, dass er im Kader ist. Er würde uns im Angriff gut zu Gesicht stehen. Auch Nikos Liberopoulos steht uns wieder zur Verfügung.

Wo ist der FC Schalke am gefährlichsten?
Die größten Gefahren lauern beim Konterspiel und in der Luft. Bei Standards sind sie schon herausragend. Ihre rechte Seite ist besonders stark besetzt mit Rafinha und Farfan.

Für Sie als Gelsenkirchener Junge wird es ein besonderes Aufeinandertreffen?
Ich bin ein Gelsenkirchener Kind, war dort lange im Nachwuchsbereich als Trainer tätig. Natürlich ist dieses Spiel, das wir gerne gewinnen würden, eine besondere Herausforderung und Freude für mich und uns.

Für die VfB-Akteure Sebastian Rudy, Julian Schieber, Sven Ulreich und Timo Gebhart sowie deren Kollegen aus der deutschen U21-Nationalmannschaft geht es nächste Woche schon um alles oder nichts. Am Dienstag, 02. März, trifft die heute von Trainer Rainer Adrion nominierte Juniorenauswahl in der EM-Qualifikation auf die Altersgenossen aus Island.

Anpfiff der Partie, die live im DSF übertragen wird, ist um 17.45 Uhr in Magdeburg. Schieber und Co. müssen gewinnen, um die Chancen auf das Erreichen der Play-offs und damit die Teilnahme an der EM 2011 in Dänemark zu wahren.

“Wir haben Island mehrfach beobachtet”

“Wir stehen unter Zugzwang. Nur mit zwei Siegen gegen Island in den kommenden beiden Spielen können wir an den Nordeuropäern vorbeiziehen. Jeder Punktverlust kann das Aus bedeuten – daher haben wir nun vier Endspiele. Nahziel sind die Play offs zur EM-Teilnahme”, erklärt DFB-Trainer Rainer Adrion, der auf eine optimale Vorbereitung vertraut: “Wir haben Island mehrfach beobachtet und wissen, dass sie über eine spielstarke Mannschaft verfügen. Sie spielen forsch nach vorne. Daher dürfen wir uns keine Nachlässigkeiten erlauben.”

Ziel ist die Endrunde im kommenden Jahr in Dänemark

Derzeit liegt der DFB-Nachwuchs in Gruppe 5 nach vier Spielen mit sieben Punkten auf dem dritten Tabellenrang hinter der Tschechischen Republik (fünf Spiele, 15 Punkte) und Island (fünf Spiele, zwölf Punkte). Noch vier Spiele sind zu absolvieren. Nach der Partie in Magdeburg folgen Auswärtsspiele in Island am 11. August und in der Tschechischen Republik am 3. September, ehe die Qualifikation mit dem Heimspiel gegen Nordirland am 7. September endet. Die zehn Gruppensieger und vier besten Gruppenzweiten qualifizieren sich für die Play offs. Die Play off-Spiele werden nach dem K.o.-System in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die sieben Sieger dieser Duelle bestreiten zusammen mit Gastgeber Dänemark die acht Teams umfassende Endrunde im kommenden Jahr.