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Eintracht gegen den FC Schalke 04. Am Samstag (15:30 Uhr/live in Sky) kommt es für den in Gelsenkirchen geborenen Michael Skibbe zum Duell mit seinem Heimatklub. Hier verraten wir, was der Eintracht-Trainer bei der heutigen Pressekonferenz zu sagen hatte.

Nach seiner Verletzung steht hinter ihm noch ein Fragezeichen: Verteidiger Maik Franz
Herr Skibbe, sind die Nationalspieler gut von ihren Länderspielen zurückgekehrt?
Ja. Alle fühlen sich soweit gut. Die einen freuen sich über Erfolgserlebnisse, die anderen ärgern sich über Niederlagen. Aber bis auf einige wenige normale Spiel-Blessuren, sind alle gesund geblieben.
Wie sieht es bei Maik Franz aus?
Er wurde gestern noch mal untersucht. Seine Blutwerte sind in Ordnung. Das heißt aber nicht, dass er spielen wird. Er ist einsatzfähig. Alles weitere sehen wir in den beiden letzten Einheiten heute und morgen Nachmittag.
Also alle Mann an Bord?
Bis auf die Langzeitverletzten sind wir nahezu komplett und freuen uns, dass wir die Chance haben zu zeigen, dass wir gegen eine sehr gute Mannschaft bestehen können.
Ist auch Martin Fenin dabei?
Ich werde noch mit ihm sprechen. Wenn er sich gut fühlt, hätte ich gerne, dass er im Kader ist. Er würde uns im Angriff gut zu Gesicht stehen. Auch Nikos Liberopoulos steht uns wieder zur Verfügung.
Wo ist der FC Schalke am gefährlichsten?
Die größten Gefahren lauern beim Konterspiel und in der Luft. Bei Standards sind sie schon herausragend. Ihre rechte Seite ist besonders stark besetzt mit Rafinha und Farfan.
Für Sie als Gelsenkirchener Junge wird es ein besonderes Aufeinandertreffen?
Ich bin ein Gelsenkirchener Kind, war dort lange im Nachwuchsbereich als Trainer tätig. Natürlich ist dieses Spiel, das wir gerne gewinnen würden, eine besondere Herausforderung und Freude für mich und uns.
Die Eintracht hat ihr Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart vor 40.000 Zuschauern mit 1:2 (1:2) verloren. Die Gastgeber drehten dabei die kurzzeitige Gäste-Führung durch Köhler (39.) binnen weniger Minuten wieder um. Zwei Mal traf Cacau (41., 45.) und markierte damit zugleich den Endstand.
Michael Skibbe’s Team kehrt ohne Punkte aus Stuttgart zurück
Trainer Michael Skibbe musste seine Elf gegenüber der Vorwoche (0:0 in Hamburg) auf zwei Positionen umbauen. Während Sebastian Jung erwartungsgemäß für den gesperrten Selim Teber (10. Gelbe Karte) in die Mannschaft rückte, fiel Maik Franz nach seiner im Abschlusstraining erlittenen Schnittwunde über dem Knie kurzfristig aus. Für ihn erhielt Caio erstmals seit dem 13. Spieltag wieder eine Chance von Beginn an im Mittelfeld.
Von Beginn an zeigte die Eintracht in der Stuttgarter Mercedes Benz-Arena, dass sie, insbesondere auf fremden Plätzen, in den vergangenen Wochen reichlich Selbstvertrauen getankt hat. Aus einem kompakten Defensivverbund heraus übernahm man in der Anfangsphase das Kommando und agierte nach schnellem Umschalten sehr ball- und passsicher was schon nach zwei Minuten zur ersten großen Möglichkeit führte. Doch Youngster Sebastian Jung behielt, im Strafraum schön von Ochs freigespielt, nicht die Ruhe und drosch das Leder aus knapp sechs Metern übers Tor anstatt überlegter abzuschließen.
Die Schwaben, für die nach dem beachtlichen Auftritt unter der Woche in der Champions League gegen den Cup-Gewinner FC Barcelona (1:1) nun wieder Bundesligaalltag angesagt war, wirkten gerade zu Beginn geistig und körperlich noch nicht vollkommen auf der Höhe. Etwas kraftlos überließ man der Eintracht zunächst das Feld, eigene Angriffe verpufften an der sicher stehenden Abwehr um den Brasilianer Chris, der sich wieder einmal äußerst konzentriert und enorm zweikampfstark präsentierte.
Es dauerte eine Weile, ehe sich das Spiel beider Teams anpasste und die Bundesligapartie immer matter wurde. Der VfB fing sich nach etwa zwanzig absolvierten Minuten in allen Bereichen und bekam das Spiel unter seine Kontrolle, die Adlerträger folglich mussten sich weiter zurückziehen und lauerten auf gelegentliche Konter. Da die Gastgeber gegen die gut organisierte Eintracht-Abwehr kein Land sahen und die Skibbe-Schützlinge ihrerseits nicht genügend Power nach vorne entwickelten und die Präzision beim finalen Abspiel vermissen ließen, ergaben sich keine nennenswerten Torgelegenheiten.
Nach 39 Minuten musste dann ein individueller Fehler von Sami Khedira herhalten, um das Spiel zu öffnen und endlich spannend zu machen: Der Stuttgarter Nationalspieler vertendelte am Strafraum einen eigentlich schon geklärten Ball gegen den aufmerksamen Caio, der von halblinks zum Tor zog und in der Mitte den frei stehenden Köhler bediente, der wiederum aus vier Meter nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Die sensationelle Führung der SGE zu einem wertvollen Zeitpunkt kurz vor der Pause – dachten alle.
Doch es waren noch mehr als fünf Minuten im ersten Durchgang zu gehen, genügend Zeit für den „Mann der Woche“ Cacau, die Partie im Alleingang zu drehen. Zunächst köpfte der deutsche Nationalstürmer eine von Delpierre im Duell gegen Altintop verlängerte Ecke völlig ungedeckt und unhaltbar für Oka Nikolov zum 1:1 ins Tor (41.).
Praktisch mit dem Pausenpfiff sorgte er dann, erneut von den Eintracht-Verteidigern außer Acht gelassen, mit einem satten Fernschuss ins linke obere Eck gar noch für die Pausenführung der Schwaben (45.).
Die zweite Halbzeit begann ohne Veränderung auf beiden Seiten, doch bald schon brachte Michael Skibbe Ümit Korkmaz für Benjamin Köhler, um mehr Dynamik, Durchschlagskraft und Überraschungsmomente herauf zu beschwören.
Die mittlerweile völlig konzentrierten Stuttgarter unter der Egide von Christian Gross machten der Eintracht das Leben allerdings gehörig schwer. Ebenfalls aus einer sehr kompakten Grundordnung und mit schlau verschiebenden Defensivakteuren ließ man die Kreativabteilung der Frankfurter praktisch nie zur Entfaltung kommen, gerade die Außenverteidiger Molinaro und Celozzi schalteten die schnelle Flügelzange Ochs und Korkmaz fast vollkommen aus.
So reichte es trotz des großen Bemühens am Ende nicht zu einem weiteren Achtungserfolg gegen einen allerdings auch starken und geschlossen auftretenden Gegner, der hinten zu wenig zuließ und vorne in Person von Cacau die wenigen Unachtsamkeiten der Eintracht-Abwehr in den letzten vier Minuten der ersten Hälfte gnadenlos ausnutzten. Zudem spielte man den entscheidenden letzten Pass wieder einmal zu ungenau um die wenigen Lücken in der Stuttgarter Hintermannschaft doch aufdecken zu können.
Man konnte sich, als man in den Schlussminuten vollends hinten auf machte, sogar noch bei Keeper Nikolov bedanken, der einen aussichtsreichen Konter der Stuttgarter mit einer fulminanten Dreifachparade gegen Pogrebnyak und Kuzmanovic im Alleingang zu nichte machte und die Mannschaft so noch im Spiel hielt.
Nach dieser ersten Auswärtsniederlage nach fast vier Monaten (zuletzt 0:4 in Leverkusen) steht man in der Tabelle mit weiter 35 Punkten auf Rang sieben, verliert die Europa League-Plätze allerdings so langsam außer Reichweite. Nächsten Samstag steht dann das nicht minder schwere Heimspiel gegen den FC Schalke 04 auf dem Plan.