Fußball Aktuell – Bundesliga » 1. FC Nürnberg
Der 1. FC Nürnberg hat mit Stürmer Rubin Rafael Okotie Einigung über einen Wechsel ab 01. Juli 2010 an den Sportpark Valznerweiher erzielt. Der 22-Jährige kommt ablösefrei von Austria Wien zum “Club”.
Der viermalige österreichische Nationalspieler, der ab der U17 alle österreichischen Jugend-Nationalteams durchlaufen hat, erhält beim “Club” einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013.
“Den nächsten Schritt machen”
Rubin Rafael Okotie: “Wir in Österreich verfolgen mit großem Interesse die deutsche Bundesliga. Für mich war es immer interessant, dass der 1. FC Nürnberg mit vielen jungen Spielern erfolgreich Fußball gespielt hat. Ich glaube daher, dass es die richtige Entscheidung ist, den nächsten Schritt zu machen.” Den ganzen Beitrag lesen…
Nach der Niederlage des Hamburger SV bei 1899 Hoffenheim geht es für den “BV-Barrios” auf jeden Fall in der Europa League weiter – nach zwei Jahren Pause spielen die Westfalen in der kommenden Saison wieder international.
Jagd auf Bremen und Leverkusen
Gar nicht heimlich, still und leise träumen die Dortmunder sogar noch von der Champions League – dank Barrios, aber auch dank Nuri Sahin, der bei den drei Treffern (27., 62., 78.) Vorlagengeber oder Wegbereiter des Schützen war. Nur jeweils ein Punkt trennt den BVB von Werder Bremen auf Rang 3 und Bayer Leverkusen auf Rang 4 – beide Konkurrenten weisen aber auch die bessere Tordifferenz auf. Barrios ließ schon mal durchblicken, dass die Champions League für ihn “das Größte” wäre. Wohl nicht nur für ihn.
Trainer Jürgen Klopp war erst mal erleichtert, dass es für seine Mannschaft nach nur fünf Punkten aus den vorangegangenen vier Spielen überhaupt zum Sieg gereicht hatte. “Am Schluss hatten wir Glück, dass wir nicht noch ein Tor kassiert haben”, sagte er.
In der Tat gab der BVB erst prompt seine Führung aus der Hand – Mike Frantz erzielte den Ausgleich für Nürnberg (30.). Und als der Club nach dem 1:3 mausetot schien, ließen ihn die Dortmunder noch mal hoffen: Nach Christian Eiglers Treffer (84.) wackelte die Borussia.
Nachlässigkeiten regen Klopp nicht auf
“Das darf uns nicht passieren, das hätte nochmal gefährlich werden können”, sagte Sahin und bemängelte die Nachlässigkeiten vor allem in der Schluss-Viertelstunde. Klopp wollte sich über die Schwächen aber nicht weiter aufregen.
“Wenn du mit so einer jungen Mannschaft oben mitspielst, musst du das einkalkulieren”, sagte er und betonte: “Man muss auch mal so ein Spiel nach Hause bringen.” Was dank des ersten Dortmunder “Dreierpacks” von Barrios, der zuvor in vier Spielen nicht getroffen hatte, wunderbar gelang. “Für uns war das wichtig, für ihn nicht ganz unwichtig”, sagte Klopp.
“Club” ärgert sich über “vergebene Satzbälle”
Auch Nürnberg hat eine junge Mannschaft. In der Innenverteidigung standen diesmal Dominic Maroh, 23 Jahre alt, und der Norweger Havard Nordtveit, 19 Jahre alt. Und zumindest bei zwei Treffern machten sie keine gute Figur. Trainer Dieter Hecking nahm beide deshalb von seiner Kritik nicht aus. “Wenn ich sehe, wie wir die Tore zwei und drei bekommen, das hat nichts mit jung oder alt zu tun, da fehlt es an der letzten Konsequenz.” Beim 1:3 standen die Nürnberger wie angewurzelt im Strafraum herum, während Barrios in Seelenruhe abstauben konnte.
Drei Mal hintereinander hat der “Club” nun verloren. Weil die Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg auch patzten, ärgerte sich Hecking über die verpassten Chancen gegen Wolfsburg, in Freiburg und gegen Dortmund.
“Wir haben drei Satzbälle vergeben”, sagte er. “Wir brauchen aus den letzten zwei Spielen noch vier Punkte”, kalkulierte Torschütze Frantz. Der “Club” hat sein Schicksal zunächst in Hamburg und dann gegen Köln immerhin noch selbst in der Hand. “Da müssen”, sagt Trainer Hecking, “jetzt nur noch die Nerven halten.”
Heerwagen und Fromlowitz noch keine Stützen
Torhüter Philipp Heerwagen strahlt in den OBM-Gehäusen wenig Sicherheit aus. Heerwagen spielt durchschnittlich nur etwa jede zehnte Partie zu Null und belegt Platz 23 im Saisonvergleich. Lediglich Hannovers Florian Fromlowitz schneidet schwächer ab (26.), während sich Jaroslav Drobny (Hertha / 9.), Simon Pouplin (Freiburg / 11.) und Raphael Schäfer (Nürnberg / 13.) durchaus ordentlich platzieren. Pouplin hielt am 31. Spieltag sogar am fünftbesten.
Die Bochumer Abwehrspieler machen es ihrem Keeper auch nicht leicht. Marcel Maltritz, der zweikampfstärkste Bochumer, belegt im Saisonvergleich den 51. Platz. Viel besser verteidigt Arne Friedrich (Hertha / 5.), etwas besser machen es Heiko Butscher (Freiburg / 28.), Karim Haggui (Hannover / 33.) und Javier Pinola (Nürnberg / 45.).
Schwächen im Bochumer und Nürnberger Mittelfeld
Im Mittelfeld ragt erneut ein Berliner aus dem Quintett der Abstiegskandidaten heraus. Gojko Kacar kommt nach 31. Spieltagen auf den neuntbesten Wert, der sich aus Zweikampfstärke, Toren und Vorlagen ergibt. Und wieder ist es ein Bochumer, der das Schlusslicht bildet. Paul Freier (51.) liegt hinter Marek Mintal (Nürnberg / 29.), Hanno Balitsch (Hannover / 40.) und Julian Schuster (Freiburg / 47.).
Am 31. Spieltag konnte Bochums Bester, Joel Epallé (50.) immerhin Nürnbergs Besten, Marek Mintal (51.), ganz knapp hinter sich lassen. Tagesbester aus dem Kreis der genannten Teams war Kacar als 25.
Idrissou in guter Spätform
Für einen Lichtblick sorgen die Stürmer der einst “Unabsteigbaren”. Stanislav Sestak (36.), Diego Klimowicz (46.) und Zlatko Dedic (49.) landen allesamt vor Nürnbergs erfolgreichstem Angreifer, Christian Eigler (55.). Am besten schneidet einmal mehr Hertha BSC durch Raffael (23.) und Artur Wichniarek (24.) ab.
Am vergangenen Spieltag erreichte Mohamadou Idrissou (Freiburg / 17.) den besten OBM-Wert. Nürnbergs Torjäger Albert Bunjaku (33.) landete denkbar knapp hinter Sestak (31.) und Hannovers Didier Ya Konan (30.).
Wenig Nachfrage für Freiburger Profis
Hätte die Rangliste der meistgekauften Spieler irgendeinen Einfluss auf die Abstiegsfrage, so sähe es stockfinster für den Sportclub Freiburg aus. Deren Top-Seller ist Stürmer Felix Roth auf Platz 207 (!) unter den meisten Verpflichtungen im OBM. Die meistgekauften Spieler der Freiburger Konkurrenz heißen Patrick Ebert (Hertha / 19.), Sestak (36.), Eric Maxim Choupo-Moting (Nürnberg / 53.) und Hendrik Hahne (Hannover / 57.).
Den virtuellen Abstiegskampf würde Hertha BSC sicher eher bestehen als den realen in der Bundesliga. Die Chancen der anderen vier gefährdeten Clubs stehen in etwa gleich gut oder gleich schlecht. Es sieht ganz danach aus, als würde die Abstiegsfrage erst am 34. Spieltag beim direkten Duell zwischen Bochum und Hannover beantwortet werden.
Der OBM-Check der fünf Abstiegskandidaten
Torhüter (Saisonverlauf)
9. Jaroslav Drobny (Hertha)
11. Simon Pouplin (Freiburg)
13. Raphael Schäfer (Nürnberg)
23. Philipp Heerwagen (Bochum)
26. Florian Fromlowitz (Hannover)
Torhüter (31. Spieltag)
5. Simon Pouplin (Freiburg)
10. Raphael Schäfer (Nürnberg)
11. Florian Fromlowitz (Hannover)
14. Jaroslav Drobny (Hertha)
17. Philipp Heerwagen (Bochum)
Abwehr (Saisonverlauf)
5. Arne Friedrich (Hertha)
28. Heiko Butscher (Freiburg)
33. Karim Haggui (Hannover)
45. Javier Pinola (Nürnberg)
51. Marcel Maltritz (Bochum)
Abwehr (31. Spieltag)
14. Arne Friedrich (Hertha)
37. Jan Durica (Hannover)
41. Dominic Maroh (Nürnberg)
45. Mergim Mavraj (Bochum)
54. Heiko Butscher (Freiburg)
Mittelfeld (Saisonverlauf)
9. Gojko Kacar (Hertha)
29. Marek Mintal (Nürnberg)
40. Hanno Balitsch (Hannover)
47. Julian Schuster (Freiburg)
51. Paul Freier (Bochum)
Mittelfeld (31. Spieltag)
25. Gojko Kacar (Hertha)
33. Hanno Balitsch (Hannover)
36. Ivica Banovic (Freiburg)
50. Joel Epallé (Bochum)
51. Marek Mintal (Nürnberg)
Angriff (Saisonverlauf)
23. Raffael (Hertha)
29. Ya Konan (Hannover)
31. Mohamadou Idrissou (Freiburg)
36. Stanislav Sestak (Bochum)
55. Christian Eigler (Nürnberg)
Angriff (31. Spieltag)
17. Mohamadou Idrissou (Freiburg)
19. Raffael (Hertha)
30. Ya Konan (Hannover)
31. Stanislav Sestak (Bochum)
33. Albert Bunjaku (Nürnberg)
Meistgekaufte Spieler
19. Patrick Ebert (14.546) (Hertha)
36. Stanislav Sestak (12.506) (Bochum)
53. Eric Maxim Choupo-Moting (10.827) (Nürnberg)
57. Hendrik Hahne (10.329) (Hannover)
207. Felix Roth (5139) (Freiburg)
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts das Ermittlungsverfahren gegen Raphael Schäfer vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg eingestellt.
Dazu äußert Dr. Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses: “Eine nachträgliche Bestrafung von Raphael Schäfer wäre nur dann in Betracht gekommen, wenn ihm ein krass sportwidriges Verhalten hätte angelastet werden können. Dieser Nachweis ist nach Auswertung der Aussagen von Herrn Schäfer und den gehörten Zeugen sowie den vorliegenden Lichtbildern nicht hinreichend sicher zu führen.”
Raphael Schäfer hatte nach dem Nürnberger Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin am 13. März zunächst unter Verdacht gestanden, nach Spielschluss möglicherweise krass unsportliche Gesten gegenüber den gegnerischen Fans getätigt zu haben, weshalb der DFB-Kontrollausschuss ermittelte.