Thomas Müller steht vor seinem Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw hat den Shootingstar des FC Bayern in sein 26-köpfiges Aufgebot für das Testländerspiel am kommenden Mittwoch (3.3.) gegen Argentinien in der Münchner Allianz-Arena berufen.

„Es lag ja schon ein bisschen in der Luft, aber ich freu mich natürlich sehr”, sagte Müller im Gespräch mit FCB.tv. Mitspieler Bastian Schweinsteiger „habe ihm um 10.17 Uhr” mitgeteilt, dass Löw ihn berufen hat. „Vielleicht hatte er die Nachricht auf dem Handy, ich habe noch nicht auf meinem nachgeschaut”, sagte Müller nach dem Training mit dem FC Bayern.

„Es freut mich für ihn. Er hat sich die Nominierung mit konstant guten Leistungen bei uns verdient und ich drücke ihm die Daumen, dass es bei der Nationalmannschaft genauso gut läuft”, sagte Christian Nerlinger im Gespräch mit fcbayern.de. Der Sportdirektor gab Müller aber auch einen guten Rat: „Wichtig ist für mich, dass die Spieler wissen, dass der Verein die Basis für alles weitere ist und wir große Ziele hier haben. Aber bei Thomas habe ich da keine Bedenken.”

„Das Wichtigste ist, dass ich beim FC Bayern einen guten Werdegang durchlaufe. Noch habe ich kein Länderspiel gemacht, deswegen hält sich der Stolz in Grenzen”, sagte Müller, der aber natürlich hofft, am Mittwochabend sein Debüt im DFB-Trikot feiern zu können: „In München gegen Argentinien zu spielen, wäre natürlich ein Traum. Aber ich fahre da ganz ohne Erwartungen hin und versuche, mich gut in der Mannschaft zu integrieren.”

Auch Argentinien mit einem FCB-Profi

Neben Müller gehören die FCB-Profis Mario Gomez, Miroslav Klose, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger zum deutschen Kader. Darüberhinaus hat Löw auch den an Bayer Leverkusen ausgeliehenen Toni Kroos erstmals zu einem Spieltermin eingeladen. Gemeinsam mit Müller nahm Kroos, der im Sommer nach München zurückkehren soll, Ende Januar am Fitnesstest der Nationalmannschaft teil.

„Beide haben sich in den vergangenen Monaten in der Bundesliga mit guten Leistungen in den Blickpunkt gespielt und deshalb eine Chance verdient”, sagte Bundestrainer Löw. Müller war bereits im vergangenen Jahr für die Partie gegen die Elfenbeinküste eingeladen worden, blieb damals aber nach dem Selbstmord von Robert Enke bei der U21-Auswahl.

Ein weiterer Bayern-Spieler wird bei den Argentiniern auflaufen. Abwehrspieler Martin Demichelis gehört zum Aufgebot der „Albicileste” und freut sich schon sehr auf das Duell mit seinen Klubkollegen. „Auch wenn ich diesmal bei der Gastmannschaft spiele, ist das dennoch ein Heimspiel für mich”, sagte „Micho”.

Bundestrainer Joachim Löw hat für das Länderspiel gegen Argentinien am 3. März 2010 in München einen 26-köpfigen Kader nominiert.
Erstmals im Nationalmannschafts-Aufgebot stehen der Leverkusener Toni Kroos und der Münchner Thomas Müller, der im vergangenen Jahr schon für die Partie gegen die Elfenbeinküste eingeladen war, dann aber in der U 21 eingesetzt wurde. Löw betont: “Beide haben sich in den vergangenen Monaten in der Bundesliga mit guten Leistungen in den Blickpunkt gespielt und deshalb eine Chance verdient. Nachdem sie schon beim Leistungstest Ende Januar in Stuttgart erstmals bei der Nationalmannschaft dabei waren, bietet sich für sie nun die nächste Möglichkeit, im Kreis der WM-Kandidaten auf sich aufmerksam zu machen.”

Vorfreude auf den Klassiker

Grundsätzlich äußert Löw vor dem Aufeinandertreffen mit Argentinien: “Das letzte Länderspiel vor der Nominierung des WM-Kaders im Mai ist für unser Team eine willkommene sportliche Herausforderung. Die Argentinier sind ein attraktiver und spielstarker Gegner, der uns sicherlich alles abverlangen wird. Deshalb freuen wir uns alle auf diesen traditionsreichen Fußball-Klassiker.”

Darüber hinaus äußert der Bundestrainer: “Wir haben uns bewusst dafür entschieden, einen größeren Kreis von Spielern nach München einzuladen. Es ist einfach wichtig in einem WM-Jahr, dass wir uns so oft wie möglich sehen und uns mit jedem Einzelnen ausführlich über seine aktuelle Situation unterhalten können. Deshalb werden auch in den kommenden Tagen neben dem gezielten Training viele Gespräche anstehen.”

Kurzfristig absagen musste der ursprünglich eingeladene Bremer Torwart Tim Wiese, der wegen eines Muskelfaseranrisses ausfällt. Fraglich ist außerdem der Einsatz des erkrankten Hamburgers Marcell Jansen. Die Entscheidung, ob er dem DFB-Aufgebot für das Länderspiel gegen den zweifachen Weltmeister Argentinien angehört, fällt im Laufe des Wochenendes.

Das Aufgebot im Überblick:

Tor: Rene Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Schalke 04)

Abwehr: Jerome Boateng (Hamburger SV), Arne Friedrich (Hertha BSC), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Serdar Tasci (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Christian Gentner (VfL Wolfsburg), Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom), Aaron Hunt, Marko Marin, Mesut Özil (alle Werder Bremen), Marcell Jansen, Piotr Trochowski (beide Hamburger SV), Sami Khedira, Christian Träsch (beide VfB Stuttgart), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger (beide Bayern München)

Angriff: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez, Miroslav Klose (beide Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (1. FC Köln)

Bereits in der 1. Minute gerieten die Amateure in Rückstand. Von diesem Schock sollte sich die Truppe von Trainer Ulf Kirsten nicht mehr erholen.
Nach der Niederlage gegen den VfL Bochum hieß es für die Amateure des Werksklub gegen den Tabellenletzten aus Worms die ersten Punkte im Jahr 2010 einzufahren um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten.
Schock für Bayer
Es war noch nicht ganz eine Minute gespielt, da zeigte der Unparteiische schon auf den Punkt. “Völlig falsch und somit absolut unberechtigt”, nannte Bayer-Co-Trainer Dirk Dreher den Strafstoß gegen seine Mannschaft. Gebhardt ließ Bayer-Keeper Benedikt Fernandez keine Chance und warf schon nach zwei Minuten die gesamte Taktik von Ulf Kirsten über den Haufen.
“Wir standen mit dem Rücken zur Wand, waren völlig geschockt”, erläutert Dreher die Situation im Team nach dem frühen Rückstand. Bis zur 30. Minute brauchte die Werkself, ehe sie einigermaßen mithalten konnte. Björn Kluft und Kevin Kaplan hatten die besten Chancen für Bayer, doch der Gästekeeper hielt die Führung fest.
Fernandez hält die Werkself im Spiel
Auf der anderen Seite war es Fernandez, der Bayer bis zum Schluss im Spiel hielt: “Benedikt war absolut überragend und hat sechs, sieben tolle Paraden gezeigt”, so Dreher über den Schlussmann. Neben dem Keeper erreichte lediglich Kevin Kampl ein ansprechendes Niveau. “Der Rest war nach dem Rückstand völlig von der Rolle”, sagte Dreher nach dem Spiel.
Im zweiten Durchgang versuchte Kirsten durch die Einwechslung von Sascha Marquet (60.) die Offensive zu verstärken, doch so sehr sich seine Truppe auch mühte, es blieb erfolglos. Die Gastgeber blieben zudem durch Konter stets gefährlich, fanden in Fernandez aber ein ums andere Mal ihren Meister.
Verdiente Niederlage
“Worms hat mit Leidenschaft gekämpft und ist als verdienter Sieger vom Platz gegangen”, gestand Dreher dem Gegner die besseren Spielanlagen zu. Worms bleibt trotz des Sieges Tabellenletzer. Die Werkself rutscht mit derzeit 22 Punkten auf den vorletzten Platz ab und steckt nun ganz tief im Abstiegskampf fest.
Nächstes Spiel
Am kommenden Dienstag (02. März) findet das bereits zweimal verschobene Derby bei den Amateuren des 1. FC Köln statt. Anpfiff der Begegnung ist um 15:00 Uhr.
Die Statistik:

W. Worms: Müller – Mpassy-Nzoumba, Rösner, Lang, Krettek, Stiller, Gebhardt (90. Feller), Schröer, Gollasch (67. Magin), Rasp, Bouadoud (88. Klotz)

Bayer 04 II : Fernandez – Schultens (81. Vasquez), Happe, Weiler (71. Grummel), Rubink, Kaplan, Kampl, Kluft (60. Marquet), Lima Ribeiro, Zieba, Drexler

Tore: 1:0 Gebhardt (2. Foulelfmeter)

Gelbe Karte: Gollasch – Schultens, Kampl, Kaplan, Weiler

Schiedsrichter: Sinn (Filderstadt)