Zvjezdan Misimovic ist wieder da. Gemeinsam mit Mannschaftsarzt Dr. Günter Pfeiler hatte der Wolfsburger Mittelfeldspieler das Trainingslager in Going am Montag verlassen, um sich in der Münchener Praxis von Dr. Wilhelm Müller-Wohlfahrt einer Untersuchung zu unterziehen und eine weitere Diagnose einzuholen.

Das Ergebnis, mit dem Misimovic am Abend dann wieder in Österreich eintraf, hatte das ohnehin Bekannte schließlich bestätigt: Der 28-Jährige leidet unter muskulären Problemen in der Wade, die wiederum durch eine muskuläre Dysbalance im Rücken hervorgerufen werden.

Spritzen und chiropraktische Behandlung

Von Dr. Müller-Wohlfahrt erhielt Misimovic deswegen Spritzen, ehe er sich noch einer chiropraktischen Behandlung unterzog. Zurück in Going absolviert der Bosnier nunmehr auch weiterhin ein individuelles Programm. Wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen wird, entscheidet sich von Tag zu Tag.

Unterdessen verlebte die übrige Mannschaft am Dienstag den bislang heißesten Tag: Annähernd 30 Grad zeigte das Thermometer, als sich Marcel Schäfer, Diego Benaglio und Co. am Vormittag auf den Trainingsplatz wagten. Anders als die Sonne hatte Cheftrainer Steve McClaren jedoch ein Einsehen und entließ seine Profis nach einer guten Stunde lockeren Pensums – auch mit Hinblick auf das Testspiel gegen Panathinaikos – bereits ins Hotel.

Sidney Sam war am Donnerstag (27. Mai) zu Gast an seinem neuen Arbeitsplatz.

Der Neuzugang für das offensive Mittelfeld der “Werkself” unterschrieb im Beisein von Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser und Leverkusens Sportchef Rudi Völler seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2015.

“Bayer 04 ist ein Superclub”

“Es war immer ein Traum in der Bundesliga zu spielen. Bayer 04 ist ein Superclub. Ich freue mich auf die Aufgabe hier und dass wir international spielen”, sagte der 22-Jährige nach dem obligatorischen Foto mit seinem künftigen Trikot. Den ganzen Beitrag lesen…

Der 1. FC Nürnberg hat mit Stürmer Rubin Rafael Okotie Einigung über einen Wechsel ab 01. Juli 2010 an den Sportpark Valznerweiher erzielt. Der 22-Jährige kommt ablösefrei von Austria Wien zum “Club”.

Der viermalige österreichische Nationalspieler, der ab der U17 alle österreichischen Jugend-Nationalteams durchlaufen hat, erhält beim “Club” einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013.

“Den nächsten Schritt machen”

Rubin Rafael Okotie: “Wir in Österreich verfolgen mit großem Interesse die deutsche Bundesliga. Für mich war es immer interessant, dass der 1. FC Nürnberg mit vielen jungen Spielern erfolgreich Fußball gespielt hat. Ich glaube daher, dass es die richtige Entscheidung ist, den nächsten Schritt zu machen.” Den ganzen Beitrag lesen…

Den Rekordabstieg hat der 1. FC Nürnberg erst einmal abgewendet, doch das große Zittern beim “Club” geht noch eine Woche weiter.

Trotz eines 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln am letzten Bundesliga-Spieltag muss der 1. FCN als Tabellen-16. gegen den Dritten der 2. Bundesliga, den FC Augsburg, nachsitzen, um den achten Absturz zu verhindern.

Hecking vom Klassenerhalt überzeugt

Entsprechend war der Fokus bei den Franken sofort auf die erneute Relegation und das fränkisch-schwäbische Derby am 13. und 16. Mai gerichtet. Am Donnerstag hat der neunmalige deutsche Meister zunächst Heimrecht, am Sonntag steht das Rückspiel in Augsburg an. In der vergangenen Saison war dem “Club” über die Relegation der Aufstieg in die Bundesliga gelungen. Den ganzen Beitrag lesen…

Die Tage, in denen Hoffenheim die Liga aufgemischt hat, scheinen weit entfernt. In dieser Saison war 1899 allenfalls guter Durchschnitt.

Nach der Hinrunde standen die Kraichgauer noch auf Rang 7, fünf Punkte hinter den Europa-League-Plätzen, doch zum Schluss reichte es nur zum 11. Platz, da nur drei Teams eine noch schlechtere Rückrunde spielten, als die Truppe von Trainer Ralf Rangnick.

Die Ursache für dieses durchwachsene Fußballjahr liegt in den zahlreichen Verletzungen wichtiger Spieler. Chinedu Obasi kam nur auf 23 Einsätze, Sturmpartner Demba Ba lief sogar nur 17 Mal auf. Auch in der Abwehr musste Rangnick des öfteren zwangsweise umbauen, weil beispielsweise Andreas Ibertsberger elf Mal verletzt passen musste. So kam es, dass das in der Vorsaison oft gerühmte, harmonische Kombinationsspiel der “Blauen” stockte und die Mannschaft spielerisch nicht recht zueinander fand. Aber das kann in der nächsten, hoffentlich gesunden Saison wieder ganz anders sein.

Nach der Trainerentlassung von Heiko Herrlich soll VfL-Idol Dariusz Wosz die Bochumer vor dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte retten. Selbst musste er als Spieler im VfL-Dress drei Mal den Gang in die 2. Bundesliga antreten – als Chefcoach will er das unbedingt vermeiden.
Wie er seine Mannschaft für die Partie in München einstellen will und welche Perspektiven er für den Club sieht, hat Dariusz Wosz im Interview verraten.

Frage: Dariusz Wosz, plötzlich sind Sie Cheftrainer beim VfL Bochum. Hat Sie diese Entwicklung selbst verwundert?

Dariusz Wosz: Ich war schon sehr überrascht, dass auf einmal alles so schnell ging. Aber ich bin immer bereit. Natürlich weiß ich um unsere Probleme. Aber ich habe nicht eine Sekunde gezögert, Ja zu sagen zu dieser Aufgabe.

Frage: Welchen Eindruck hatten Sie in den letzten Wochen vom Verhältnis zwischen den Spielern und Trainer Heiko Herrlich?

Wosz: Im Training war alles wunderbar. Aber an den Wochenenden hat man dann im Spiel gesehen, dass sie nicht so gut drauf waren. Der Trainer hat alles versucht. Aber jetzt müssen die Spieler für den Verein alles geben. Die Jungs müssen das jetzt auch wollen. Und es geht hier nicht um einzelne Spieler, oder um Wosz oder um Ernst, sondern um den VfL Bochum.

Frage: Hat die Mannschaft das Zeug, in der Bundesliga zu bleiben?

Wosz: Es ist eine gute Mannschaft, auch wenn man das in den letzten Wochen nicht so gesehen hat. Wir haben das drauf, nicht abzusteigen!

Frage: Was wollen Sie jetzt auch mit Blick auf das nächste Spiel ändern?

Wosz: Wir müssen wieder Lockerheit hineinbekommen. Lockerheit und Konzentration. Und wir werden am Torabschluss arbeiten, denn so oft werden wir am Samstag in München nicht die Chance dazu bekommen. Aber sonst gehen wir dieses Spiel an, wie ich es früher selbst mit jedem Spiel auch gemacht habe. Da passiert nichts Großartiges.

Frage: Der VfL spielt ausgerechnet beim Tabellenführer FC Bayern. Ist das nicht eine schier übermächtige Aufgabe?

Wosz: Wir haben nichts zu verlieren! Natürlich wissen wir auch, dass beim FC Bayern nach dem Einzug ins Champions-League-Finale große Euphorie herrscht. Aber wir werden uns in München nicht verstecken. Wir wollen auch dort erfrischenden Fußball nach vorne zeigen. Und darum werden wir auch mit zwei Spitzen antreten.

Frage: Sie setzen also auch in München auf offensiven Fußball?

Wosz: Wir wollen etwas erreichen, und darum werden wir nach vorne spielen. Vielleicht wird es nicht gerade Pressing sein, aber wir wollen den FC Bayern vor Probleme stellen.

Frage: Wie wollen Sie den Spielern nach zehn sieglosen Spielen das nötige Selbstvertrauen für so eine Spielweise vermitteln?

Wosz: Wir müssen die Blockade in den Köpfen lösen. Die Spieler haben jetzt eine Riesenchance, den Fans etwas zurückzugeben. Und es gibt doch für einen Fußballer nichts Schöneres, als vor einem ausverkauften Haus in der Bundesliga zu spielen.

Frage: Mit Maltritz, Sestak und Pfertzel sind gleich drei Spieler vorbelastet und würden bei einer weiteren Gelben Karte in der vielleicht entscheidenden Partie gegen Hannover 96 am letzten Spieltag fehlen. Wollen Sie diese Spieler in München schonen?

Wosz: Nein, sie werden wohl spielen. Und wenn man sie extra noch darauf hinweist, dass sie ja keine Gelbe Karte kassieren dürfen, passiert meistens gerade dann etwas. Die Jungs sollen Fußball spielen und sich keine Gedanken machen.

Frage: Die Vorbereitungszeit von zwei Tagen ist extrem kurz. Wollen Sie die Mannschaft trotzdem noch mit einer gründlichen Analyse auf den Gegner einstellen?

Wosz: Wer nicht weiß, wie die Bayern spielen, der ist fehl am Platze. Vielleicht gucken wir uns noch einmal ein paar Standards an, aber das ist alles nicht so wichtig. Entscheidend ist, dass wir eine echte Mannschaft auf dem Platz haben. Richtig vorbereiten werden wir uns dann auf Hannover.

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte

Mit einer Lebensversicherung wie Lucas Barrios hätte der 1. FC Nürnberg mit dem Kampf gegen den Abstieg wohl nichts mehr zu tun. Doch der Argentinier spielt nun mal für Borussia Dortmund, und durch seine drei Treffer beim etwas glücklichen 3:2 (1:1) gegen den zu naiven “Club” stieß der Welttorjäger das Tor nach Europa für seine Mannschaft am Samstag ganz weit auf.
“Wir können noch sechs Punkte holen. Mal schauen, wie es weitergeht”, sagte Barrios nach seinen Saisontreffern 16, 17 und 18.

Nach der Niederlage des Hamburger SV bei 1899 Hoffenheim geht es für den “BV-Barrios” auf jeden Fall in der Europa League weiter – nach zwei Jahren Pause spielen die Westfalen in der kommenden Saison wieder international.

Jagd auf Bremen und Leverkusen

Gar nicht heimlich, still und leise träumen die Dortmunder sogar noch von der Champions League – dank Barrios, aber auch dank Nuri Sahin, der bei den drei Treffern (27., 62., 78.) Vorlagengeber oder Wegbereiter des Schützen war. Nur jeweils ein Punkt trennt den BVB von Werder Bremen auf Rang 3 und Bayer Leverkusen auf Rang 4 – beide Konkurrenten weisen aber auch die bessere Tordifferenz auf. Barrios ließ schon mal durchblicken, dass die Champions League für ihn “das Größte” wäre. Wohl nicht nur für ihn.

Trainer Jürgen Klopp war erst mal erleichtert, dass es für seine Mannschaft nach nur fünf Punkten aus den vorangegangenen vier Spielen überhaupt zum Sieg gereicht hatte. “Am Schluss hatten wir Glück, dass wir nicht noch ein Tor kassiert haben”, sagte er.

In der Tat gab der BVB erst prompt seine Führung aus der Hand – Mike Frantz erzielte den Ausgleich für Nürnberg (30.). Und als der Club nach dem 1:3 mausetot schien, ließen ihn die Dortmunder noch mal hoffen: Nach Christian Eiglers Treffer (84.) wackelte die Borussia.

Nachlässigkeiten regen Klopp nicht auf

“Das darf uns nicht passieren, das hätte nochmal gefährlich werden können”, sagte Sahin und bemängelte die Nachlässigkeiten vor allem in der Schluss-Viertelstunde. Klopp wollte sich über die Schwächen aber nicht weiter aufregen.

“Wenn du mit so einer jungen Mannschaft oben mitspielst, musst du das einkalkulieren”, sagte er und betonte: “Man muss auch mal so ein Spiel nach Hause bringen.” Was dank des ersten Dortmunder “Dreierpacks” von Barrios, der zuvor in vier Spielen nicht getroffen hatte, wunderbar gelang. “Für uns war das wichtig, für ihn nicht ganz unwichtig”, sagte Klopp.

“Club” ärgert sich über “vergebene Satzbälle”

Auch Nürnberg hat eine junge Mannschaft. In der Innenverteidigung standen diesmal Dominic Maroh, 23 Jahre alt, und der Norweger Havard Nordtveit, 19 Jahre alt. Und zumindest bei zwei Treffern machten sie keine gute Figur. Trainer Dieter Hecking nahm beide deshalb von seiner Kritik nicht aus. “Wenn ich sehe, wie wir die Tore zwei und drei bekommen, das hat nichts mit jung oder alt zu tun, da fehlt es an der letzten Konsequenz.” Beim 1:3 standen die Nürnberger wie angewurzelt im Strafraum herum, während Barrios in Seelenruhe abstauben konnte.

Drei Mal hintereinander hat der “Club” nun verloren. Weil die Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg auch patzten, ärgerte sich Hecking über die verpassten Chancen gegen Wolfsburg, in Freiburg und gegen Dortmund.

“Wir haben drei Satzbälle vergeben”, sagte er. “Wir brauchen aus den letzten zwei Spielen noch vier Punkte”, kalkulierte Torschütze Frantz. Der “Club” hat sein Schicksal zunächst in Hamburg und dann gegen Köln immerhin noch selbst in der Hand. “Da müssen”, sagt Trainer Hecking, “jetzt nur noch die Nerven halten.”

Die Ruhe an der Säbener Straße war fast schon beängstigend. Lediglich als Bayern-Trainer Louis van Gaal in die Einfahrt des Trainingsgeländes einbog, stimmten etwa zehn wartende Fans leichte Jubelgesänge an.

Dann war es wieder still. Der sich selbst als “Prozesstrainer” beschreibende Niederländer hat dem FC Bayern gebetsmühlernartig Ruhe und Fokussierung eingeimpft.

Der Trainer als Hilfsmittel

Das wird von den Spielern mittlerweile gelebt und soll auch im Spiel bei Borussia Mönchengladbach vorgeführt werden. “Ich mache die gleiche Vorbereitung wie gegen eine Amateurmannschaft. Wir analysieren jeden Gegner, machen Power-Point-Präsentationen und eine individuelle Vorbereitung. Wie kann man da nicht fokussiert sein?”, fragte van Gaal und fügte hinzu: “Die Spieler wollen fokussiert sein. Das ist keine körperliche Sache, sondern der Geist ist entscheidend. Und ich bin dafür ein gutes Hilfsmittel.”

Spätestens seit dem 8. Dezember 2009, als der FC Bayern – in der Champions League vor dem Aus stehend – Juventus Turin in Italien mit 4:1 aus dem Wettbewerb warf, ist klar, wie leistungsfördernd van Gaals Hilfestellung ist. Seit dem psychologisch wichtigen Sieg ist der Rekordmeister in allen drei Wettbewerben auf der Überholspur, mit Chancen auf das “Triple”.

“Was wir leisten ist unglaublich. Ich habe immer gesagt, dass wir viel machen können und meine Spieler sehen und glauben, dass wir nach oben kommen können. Wir haben immer ein Ziel”, freut sich van Gaal. Doch er wäre nicht er selbst, wenn er nicht postwendend die Euphorie dämpfen würde: “Wir haben noch nichts gewonnen. Und konstant sind wir auch noch nicht. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.” Und wann ist er abgeschlossen? “Wenn wir alles gewinnen.”

“Habe noch nie mit so einer Mannschaft gearbeitet”

Nach Ansicht des niederländischen Erfolgstrainers, der mit Ajax Amsterdam, dem FC Barcelona und AZ Alkmaar insgesamt sechs nationale Meistertitel gewinnen konnte, habe sein Team mental die allerbesten Voraussetzungen für die anstehenden Endspiele: “Ich habe noch nie mit so einer Mannschaft gearbeitet. Wir haben das Gefühl, dass wir alles schaffen können”, lobt er seine Truppe, die seit Monaten als Paradebeispiel für Einheit, Arbeit und Moral herhält.

Auf Nachfrage von bundesliga.de, ob er denn kurz vor einem möglichen “Triple” nervös wäre, meinte van Gaal seelenruhig: “Ich stehe am Ende meiner Karriere. Ich habe schon viele Finals und Halbfinals erlebt.” Der mögliche Triple-Erfolg sei “für die Spieler”.

Eine vorsichtige Bundesliga-Prognose wagt van Gaal vor der Abreise nach Mönchengladbach dann aber doch: “Wenn wir gegen Gladbach gewinnen und Schalke gegen Hertha BSC verliert, dann sind wir am nächsten Spieltag Meister”, erklärt der Cheftrainer, während er genüsslich den Milchschaum seines Cappuccinos auslöffelt und fügt an: “Wir werden sehen, ob es klappt.”

Ribery sicher in der Startelf

Definitiv in der Startelf steht gegen die “Fohlen” Franck Ribery, da macht van Gaal sogar eine Ausnahme von seiner üblichen Vorgehensweise: “Er hat sehr gut trainiert und wird sicher spielen.” Laut van Gaal sei Spielpraxis die beste Unterstützung für den im Champions-League-Halbfinale vom Platz geflogenen Franzosen.

Eine individuelle Behandlung brauche Ribery indes nicht: “Ein Profi muss solche Situationen managen können. Wir müssen so weitermachen, wie es war.” Alles weitere zu seiner Aufstellung gegen die Gladbacher ließ van Gaal dann – wie gewohnt – offen.

Ebenso wie die Antwort auf die Frage, ob sich Arjen Robben nach seinem verwehrten Handschlag bei seiner Auswechslung gegen Lyon entschuldigt habe. “Das darf ich nicht erzählen. Aber das waren positive Emotionen, das war nicht schlimm”, besänftigt van Gaal. In der Ruhe liegt beim FC Bayern momentan einfach die Kraft.

Vom FC Bayern berichtet Barnabas Szöcs

In der Bundesliga ist nach 31. Spieltagen noch keine Frage nach einem Absteiger beantwortet. Fünf Mannschaften wehren sich nach Kräften gegen die Platzierung auf den Abstiegsplätzen 17 und 18 sowie auf dem Relegationsplatz 16.
Mit Ausnahme von Hertha BSC, das seit dem 6. Spieltag am Tabellenende steht, wechseln die Chancen auf den Klassenerhalt von Hannover, Freiburg, Bochum und Nürnberg praktisch wöchentlich. Beim VfL Bochum zeigt der Trend allerdings nach unten, und auch die virtuellen Bochumer schwächeln zurzeit im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM).

Heerwagen und Fromlowitz noch keine Stützen

Torhüter Philipp Heerwagen strahlt in den OBM-Gehäusen wenig Sicherheit aus. Heerwagen spielt durchschnittlich nur etwa jede zehnte Partie zu Null und belegt Platz 23 im Saisonvergleich. Lediglich Hannovers Florian Fromlowitz schneidet schwächer ab (26.), während sich Jaroslav Drobny (Hertha / 9.), Simon Pouplin (Freiburg / 11.) und Raphael Schäfer (Nürnberg / 13.) durchaus ordentlich platzieren. Pouplin hielt am 31. Spieltag sogar am fünftbesten.

Die Bochumer Abwehrspieler machen es ihrem Keeper auch nicht leicht. Marcel Maltritz, der zweikampfstärkste Bochumer, belegt im Saisonvergleich den 51. Platz. Viel besser verteidigt Arne Friedrich (Hertha / 5.), etwas besser machen es Heiko Butscher (Freiburg / 28.), Karim Haggui (Hannover / 33.) und Javier Pinola (Nürnberg / 45.).

Schwächen im Bochumer und Nürnberger Mittelfeld

Im Mittelfeld ragt erneut ein Berliner aus dem Quintett der Abstiegskandidaten heraus. Gojko Kacar kommt nach 31. Spieltagen auf den neuntbesten Wert, der sich aus Zweikampfstärke, Toren und Vorlagen ergibt. Und wieder ist es ein Bochumer, der das Schlusslicht bildet. Paul Freier (51.) liegt hinter Marek Mintal (Nürnberg / 29.), Hanno Balitsch (Hannover / 40.) und Julian Schuster (Freiburg / 47.).

Am 31. Spieltag konnte Bochums Bester, Joel Epallé (50.) immerhin Nürnbergs Besten, Marek Mintal (51.), ganz knapp hinter sich lassen. Tagesbester aus dem Kreis der genannten Teams war Kacar als 25.

Idrissou in guter Spätform

Für einen Lichtblick sorgen die Stürmer der einst “Unabsteigbaren”. Stanislav Sestak (36.), Diego Klimowicz (46.) und Zlatko Dedic (49.) landen allesamt vor Nürnbergs erfolgreichstem Angreifer, Christian Eigler (55.). Am besten schneidet einmal mehr Hertha BSC durch Raffael (23.) und Artur Wichniarek (24.) ab.

Am vergangenen Spieltag erreichte Mohamadou Idrissou (Freiburg / 17.) den besten OBM-Wert. Nürnbergs Torjäger Albert Bunjaku (33.) landete denkbar knapp hinter Sestak (31.) und Hannovers Didier Ya Konan (30.).

Wenig Nachfrage für Freiburger Profis

Hätte die Rangliste der meistgekauften Spieler irgendeinen Einfluss auf die Abstiegsfrage, so sähe es stockfinster für den Sportclub Freiburg aus. Deren Top-Seller ist Stürmer Felix Roth auf Platz 207 (!) unter den meisten Verpflichtungen im OBM. Die meistgekauften Spieler der Freiburger Konkurrenz heißen Patrick Ebert (Hertha / 19.), Sestak (36.), Eric Maxim Choupo-Moting (Nürnberg / 53.) und Hendrik Hahne (Hannover / 57.).

Den virtuellen Abstiegskampf würde Hertha BSC sicher eher bestehen als den realen in der Bundesliga. Die Chancen der anderen vier gefährdeten Clubs stehen in etwa gleich gut oder gleich schlecht. Es sieht ganz danach aus, als würde die Abstiegsfrage erst am 34. Spieltag beim direkten Duell zwischen Bochum und Hannover beantwortet werden.

Der OBM-Check der fünf Abstiegskandidaten
Torhüter (Saisonverlauf)

9. Jaroslav Drobny (Hertha)
11. Simon Pouplin (Freiburg)
13. Raphael Schäfer (Nürnberg)
23. Philipp Heerwagen (Bochum)
26. Florian Fromlowitz (Hannover)

Torhüter (31. Spieltag)
5. Simon Pouplin (Freiburg)
10. Raphael Schäfer (Nürnberg)
11. Florian Fromlowitz (Hannover)
14. Jaroslav Drobny (Hertha)
17. Philipp Heerwagen (Bochum)

Abwehr (Saisonverlauf)
5. Arne Friedrich (Hertha)
28. Heiko Butscher (Freiburg)
33. Karim Haggui (Hannover)
45. Javier Pinola (Nürnberg)
51. Marcel Maltritz (Bochum)

Abwehr (31. Spieltag)
14. Arne Friedrich (Hertha)
37. Jan Durica (Hannover)
41. Dominic Maroh (Nürnberg)
45. Mergim Mavraj (Bochum)
54. Heiko Butscher (Freiburg)

Mittelfeld (Saisonverlauf)
9. Gojko Kacar (Hertha)
29. Marek Mintal (Nürnberg)
40. Hanno Balitsch (Hannover)
47. Julian Schuster (Freiburg)
51. Paul Freier (Bochum)

Mittelfeld (31. Spieltag)
25. Gojko Kacar (Hertha)
33. Hanno Balitsch (Hannover)
36. Ivica Banovic (Freiburg)
50. Joel Epallé (Bochum)
51. Marek Mintal (Nürnberg)

Angriff (Saisonverlauf)
23. Raffael (Hertha)
29. Ya Konan (Hannover)
31. Mohamadou Idrissou (Freiburg)
36. Stanislav Sestak (Bochum)
55. Christian Eigler (Nürnberg)

Angriff (31. Spieltag)
17. Mohamadou Idrissou (Freiburg)
19. Raffael (Hertha)
30. Ya Konan (Hannover)
31. Stanislav Sestak (Bochum)
33. Albert Bunjaku (Nürnberg)

Meistgekaufte Spieler
19. Patrick Ebert (14.546) (Hertha)
36. Stanislav Sestak (12.506) (Bochum)
53. Eric Maxim Choupo-Moting (10.827) (Nürnberg)
57. Hendrik Hahne (10.329) (Hannover)
207. Felix Roth (5139) (Freiburg)

Schwerer Schlag für die “Roten” im Abstiegskampf: Cheftrainer Mirko Slomka wird in den kommenden Wochen sowohl auf Spielmacher Elson, als auch auf Stürmer Arouna Koné verzichten müssen.

Das Ärzteteam der Roten unter Leitung von Prof. Dr. Helmut Lill diagnostizierte bei Koné, der in Stuttgart hatte ausgewechselt werden müssen, eine Kapselbandzerrung im rechten Knie mit Vorschädigung. Der Ivorer wird nun intensiv behandelt und voraussichtlich zwei Wochen pausieren müssen.

Auch Elson wird vorerst fehlen

Auch das Knie von Spielmacher Elson bereitet noch Sorgen. Eine Operation kann aber ausgeschlossen werden. Nach Auskunft von Prof. Dr. Helmut Lill wird Elson “konservativ behandelt und kann frühestens in zwei Wochen wieder ins Training zurückkehren.”

Zudem wird Leon Andreasen wegen einer leichten Kapselzerrung im linken Knie erst am Mittwoch wieder ins Training einsteigen.